Zentrum des Menschen
Gemeinnützige soziale Einrichtung
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2. Welt-Konferenz für den Frieden und den Wohlstand der Völker

29. Juni bis 7. Juli 2002

unter der Schirmherrschaft der
Europäischen Kommission
stattfinden


Vom 29. bis 30. Juni 2002, wird die 2. Weltkonferenz für den Frieden und Wohlstand der Völker, die vom Zentrum des Menschen und dem "Weltzentrum für Ökumene"; organisiert wird, unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission stattfinden. Im Verlaufe dieser beiden Konferenztage wird man sich mit den Themen der Konferenz in Anwesenheit von Persönlichkeiten des religiösen Lebens, der Politik, der Kultur und der Wissenschaft auseinandersetzen. Seminare werden folgen, die der Achtung und Wertschätzung der Natur gewidmet sind, der Ausgrenzung einzelner Personen und ganzer Völker, dem Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen und Religionen und der Erneuerung der moralischen und spirituellen Werte in der Welt.

 

 

Ein Preis für "Kunst, Wissenschaft und Frieden"

Während der Konferenz wurde der "Preis für Kunst, Wissenschaft und Frieden" der italienischen Schriftstellerin Fernanda Pivano verliehen, die insbesondere für ihre Botschaft des Friedens bekannt wurde.

 

Schlussbericht

Die 2. Weltkonferenz für den Frieden und Wohlstand der Völker, die von der internationalen Vereinigung Zentrum des Menschen in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Weltzentrum unter der Präsidentschaft von Pier Franco Marcenaro veranstaltet wurde, fand vom 29. Juni bis 7. Juli 2002 in dem historischen Kloster von Sargiano bei Arezzo, Italien, statt.
Im Laufe der Konferenz wurden von Wissenschaftlern aus fünf Kontinenten folgende Themen behandelt: Die Suche nach einem Weg zum Frieden durch den Dialog zwischen den unterschiedlichen Kulturen und Religionen der Welt; die Ausgrenzung und die Armut einzelner Personen, Gesell-schaftsgruppen und ganzer Völker; die zunehmende Um-weltverschmutzung und -zer- störung sowie die Notwendigkeit der Erneuerung der höchsten menschlichen, moralischen und spirituellen Werte. In diesem Schlussbericht, der insgesamt von 100 Delegierten, jeweils 50 Vertretern aus Italien sowie aus anderen Nationen, unterzeichnet wurde, weisen die Gelehrten auf Möglichkeiten für die Bekämpfung der bedrohlichen Probleme, mit denen wir am Anfang dieses neuen Jahrhunderts konfrontiert sind, hin.

I. Der Dialog zwischen den Kulturen und Religionen der Welt ist eine vorrangige Notwendigkeit für die Förderung des Friedens

1. Die neue Migration großer Menschenmengen aus den südlichen und östlichen Regionen der Erde hat die Notwendigkeit eines konstruktiven Zusammenlebens zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen, Rassen und Religionen geschaffen.

2. Der Wunsch jedes Einzelnen, jeder sozialen Schicht, jeder Rasse und jedes Landes, am ständig wachsenden Fortschritt und Wohlstand teilzuhaben, erfordert eine Zweckgemeinschaft von den unterschiedlichen Kulturen und Religionen, in denen sich die verschiedenartigen Völker der Welt manifestieren. Nur wenn sie ihre vereinten Kräfte für die Verwirklichung des Gemeinwohls einsetzen, können die verschiedenen Kulturen und Religionen den Fundamentalismus, die Gewalt und den Krieg, die leider in vielen Gebieten der Welt herrschen, besiegen.

3. Die Begegnung und Verständigung zwischen den unterschiedlichen Kulturen, Traditionen, Philosophien und Religionen unseres Planeten und das gegenseitige Wissen voneinander sind daher in unserer Zeit mehr denn je unerlässlich, um Harmonie, Wohlwollen und gegenseitige Bereicherung zu ermöglichen und gemeinsame Lösungen für die großen Probleme unseres Zeitalters zu finden. Der Dialog ist immer das effektivste Mittel im Dienste des Friedens, der wiederum die Quelle des Wohlstands und Wohlbefindens für die einzelnen Menschen und alle Völker ist.

 

Präsident
Pier Franco Marcenaro

II. Perspektiven für die wirksame Bekämpfung der Armut und Ausgrenzung in der Welt

1. Auf unserem Planeten sterben täglich 50.000 Kinder an Hunger, zwei Drittel der Weltbevölkerung hat kaum das Nötigste zum Überleben, und auf der Suche nach Würde und Arbeit drängen sich große Menschenmengen an den Grenzen zu den reicheren Ländern.

2. Alle, die das Trauma der Entwurzelung von der Heimat erleiden, können im jeweiligen Gastgeberland Wohlstand erwerben und zur Quelle von Reichtum werden, wenn sie mit brüderlicher Humanität aufgenommen werden und sich als aktiven Teil der neuen Realität, mit der sie konfrontiert werden, fühlen können. Um diese wohltuende Wirkung zu erzielen, müssen sie nach dem biblischen Spruch behandelt werden: „Auch ihr sollt die Fremden lieben, denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen“ (Dtn. 10,19).

3. Die Aufnahme der Gastarbeiter sowie die humanitäre Hilfe sind eine Pflicht der reicheren Nationen, aber die eigentliche Lösung für die Bekämpfung von Hunger und Ausgrenzung in der Welt besteht darin, in den armen Ländern durch produktive Anlagen und gezielte Hilfe die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern und dadurch Perspektiven für Fortschritt, Arbeit und Wohlstand zu schaffen. Jeder weitere Staat, der Wohlstand erlangt, wird zur potenziellen Quelle von Reichtum für andere Staaten der Erde.


III. Der Natur- und Umweltschutz und die Bewahrung der natürlichen Ressourcen\: eine Notwendigkeit, die man nicht mehr außer Acht lassen kann

1. Genau die Quellen, mit denen die Natur unsere Erde beschenkt hat, sind es, die unser Leben erhalten. Deshalb gefährden die für unser Zeitalter kennzeichnende zunehmende Umweltverschmutzung und Zerstörung der Natur sowie die leichtfertige Nutzung der Rohstoffquellen mittelfristig das Überleben auf unserem Planeten.

2. Die Probleme der enormen Nutzung von umweltschädlichen und nicht erneuerbaren Energien, der Unmenge von städtischen- und Industrieabfällen, der Giftgasemissionen, der wahllosen Verwendung von Pestiziden, der Abholzung, der Zerstörung der Wasserreserven, der Umweltbelastung durch Elektro- und elektromagnetischen Wellen stellen für die Menschheit eine Herausforderung von epochaler Bedeutung dar, von deren Erfolg im großen Maße unsere zukünftige Lebensqualität abhängt.

3. Mit den Kenntnissen, über die die Menschheit heute verfügt, wären wir imstande, dem Großteil der Umweltzerstörung und Ausbeutung der natürlichen Ressourcen ein Ende zu bereiten, wenn das höchste Ziel – der Schutz des Planeten – über dem Wunsch nach dem unmittelbaren Profit stehen würde. Damit eine schnelle Trendwende einsetzt, sollten dringend die erneuerbaren und umweltfreundlichen Alternativenergien, der biologische Anbau und die Baubiologie bevorzugt werden. Außerdem sollten Maßnahmen für eine vollständige Abfallverwertung, für das Gleich-gewicht der Wälder, für den Schutz gegen elektrische und elektromagnetische Felder sowie für die Reinigung von städtischen und industriellen Emissionen unterstützt werden. All dies sind Bereiche, die Arbeitsplätze schaffen und somit zum Wohlstand führen können, und dabei gleichzeitig Rücksicht auf die Gesundheit des Menschen und das Gleichgewicht seiner Umwelt nehmen und die natürlichen Ressourcen erhalten.

IV. Die Notwendigkeit der Erneuerung der höchsten menschlichen, moralischen und spirituellen Werte zur Bekämpfung der großen Probleme unserer Zeit

1. Die hohen menschlichen, moralischen und spirituellen Werte haben die ganze Menschheitsgeschichte hindurch immer Wohlstand und Wohlbefinden für den Einzelnen und für die Staaten geschaffen.

2. Dies ist der Tatsache zuzuschreiben, dass ein Mensch mit solchen Werten dem Frieden zugetan und dem Streit abgeneigt ist, er erfüllt treu seine Pflichten und achtet die öffentlichen Güter. Er ist bereit, den Bedürftigen zu dienen und ist für den Dialog aufgeschlossen. Ein solcher Mensch ist auch weniger Stress und somit seltener Krankheiten ausgesetzt.
All dies schafft Wohlstand, denn die Kriminalität, die Ausgaben für Haftstrafen und die Prävention von Straffälligkeiten, die Kosten für die Rechtsstreite vor Gericht und die Anschaffung von Waffen verringern sich. Auch die Ausgaben im Gesundheits-wesen und die Kosten für Fehltage im produktiven Arbeitsleben werden gesenkt, während der freiwillige Dienst und die kulturelle Bereicherung zusätzlich für das Wohlergehen der Menschen und die Steigerung der Lebensqualität sorgen.

3. Jede Investition, die die Erneuerung und Steigerung der menschlichen, moralischen und spirituellen Werte fördert, ist folglich eine sichere Anlage von hohem Gewinn für den Einzelnen und für die Staaten. Alle Mittel, die dafür aufgewendet werden, tragen für den Frieden und die Lösung der großen Probleme unserer Zeit reichlich Früchte.


V. Schlussbemerkung

1. Dieses Dokument soll den Regierungschefs der jeweiligen Länder der Welt ausgehändigt werden.

2. Es soll auch den zuständigen Ministerien, Institutionen und Organisationen zugeleitet sowie an alle Menschen guten Willens verteilt werden.